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Recyclingunternehmen installiert neuen Schredder / Verstärkt Verarbeitung postindustrieller Abfälle

12.07.2016

Bernburg. Um auch Großbehälter und IBCs besser zerkleinern zu können und damit den Recyclinganteil aus Gewerbeabfällen zu erhöhen, hat die MultiPort GmbH (D-06406 Bernburg; www.mp-bbg.eu) einen neuen Schredder inklusive Wäscher und Trockner installiert.

Der Ausbau des Anteils postindustrieller Abfälle ermöglicht einen höheren Durchsatz, zumal die Qualität der Kunststoffabfälle aus den Post-Consumer-Sammlungen immer weiter abnimmt, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber KI erklärte.

Doch die Maßnahme birgt einen weiteren positiven Aspekt. Anders als die Vorgängeranlage befindet sich der neue Schredder nicht mehr in der Produktionsanlage, sondern in einem eigens dazu hochgezogenen Anbau. Daraus ergibt sich eine geringere Lärmbelästigung für die Mitarbeiter. Die Investitionskosten für den neuen Schredder beliefen sich auf rund eine dreiviertel Millionen Euro.

MultiPort wurde 1991 gegründet und verwertet mit nunmehr drei Recyclinglinien Altkunststoffe sowie postindustrielle Kunststoffe. Die Input-Kapazitäten wurden 2012 auf bis zu 38.500 jato PE-HD (Hohlkörper) und PP (Verpackungsabfälle) erweitert. Sortenreine Regranulate werden unter den Namen „multithene“ (PE-HD) und „multiprop“ (PP) vermarktet. Zum Leistungsangebot gehören aber auch maßgeschneiderte Compounds, die von Kunden beispielsweise zu Rohren, Noppenfolien, Platten, Abstandshalter sowie Schutz- und Drainagefolien verarbeitet werden. Im Eigenprogramm fertigt MultiPort Kabelkanäle und Entwässerungsrinnen. Das Unternehmen und die ebenfalls in Bernburg ansässige Schwestergesellschaft MultiPet, welche mit Input-Kapazitäten von bis zu 40.000 jato auf die Verwertung von PET-Flaschenabfällen ausgerichtet ist, beschäftigen zusammen rund 160 Mitarbeiter. Der gemeinsame Umsatz lag zuletzt bei etwa 42 Mio EUR.

Quelle: KI - Kunststoff Information, www.kiweb.de